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Halle Süd
Stand S26

24.-26.10.08

Presse

Über Gerald Reese

Gerald Reese ist Bassist, und das mit Leidenschaft. Damit er und seine Kollegen es in Zukunft nicht so schwer haben, erfand er ein kleines Hilfsmittel, den SLAPRING® (Test in SC 7/97). Es handelt sich aber nicht um eine Demo-CD für den SLAPRING®, hier ist tatsächlich Musik zu finden. Stilistisch bewegen sich die Stücke zwischen Funk und Fusion. Zwar werden von Reese selbst einige Stücke einer anderen Richtung zugeordnet, de facto bleibt Reese aber seinem offensichtlichen Lieblingsstil treu. Dabei nimmt er die Gelegenheit wahr und läßt bassistisch so richtig die Sau raus. Der SLAPRING® verführt ja auch dazu, schnell und prägnant zu spielen, und der Erfinder hat den Bogen einfach raus. Dementsprechend sauber und exakt gespielt präsentieren sich die Titel - allerdings lassen sie dabei Songqualität vermissen. So gerät das Stück "Whale" nun doch zu einem Demosong für den SLAPRING® - was gar nicht so schlecht ist, denn da hört man, was alles möglich ist. Daß Reese aber auch anders kann, zeigen die ruhigeren Stücke des Albums. "She walks in beauty" ist so richtig schön zum Zuhören - und der Baß alles andere als dominant. Manchmal ist weniger eben mehr. CD und SLAPRING® gibt´s direkt beim Erfinder (...) .

Test Slapstrap in guitar Ausgabe 8/06 Nr. 75

 

Die SLAPRING®-Bassspieltechnik

Nun hat es Gerd Reese doch endlich geschafft, ein Lehrvideo zu der von ihm erfundenen SLAPRING®-Spieltechnik herauszubringen. Zur Erinnerung: Der SLAPRING® ist ein spezieller Ring aus Metall, welchen man sich über den Daumen stülpen kann. Richtig eingesetzt, können hiermit interessante neue Effekte erzielt werden. Außerdem ermöglicht einem der Ring Bewegungsabläufe, die ohne dieses Hilfsmittel nicht oder nicht in dieser Form oder Ausprägung zu bewerkstelligen wären. So werden etwa schnelle Auf- und Abwärtsbewegungen mit dem Daumen möglich, die zusätzlich mit Pops der übrigen Finger der Schlaghand kombiniert werden können. Auf diese Art entstehen zum Beispiel die SLAPRING®-typischen

Sechzehnteltriolenfiguren, welche der eine oder andere vielleicht bereits von Reeses SLAPRING®-Album "Bassline Music" kennt. In diesem deutschsprachigen Video gibt Reese einen elementaren Einblick in die Bewegungsabläufe der SLAPRING®-Technik und erklärt, welche Effekte sich mit dem SLAPRING® erzielen lassen, etwa durch das Variieren des Auftreffpunktes des Ringes an verschiedenen Positionen an den Saiten. Er erläutert darüber hinaus einige Basslines von Stücken, die auf der CD zu hören sind. Leider wurde das Video mit nur knapp einer halben Stunde Spielzeit meiner Meinung nach definitiv zu kurz bemessen. Statt dessen wäre es angebracht gewesen, etwas mehr Zeit zu investieren und einzelne, aufeinander aufbauende SLAPRING®-Licks mit steigendem Schwierigkeitsgrad einmal step by step zu erläutern. Dennoch wird dieses Video wegweisend sein für die Verbreitung der SLAPRING®-Technik! Bestellungen, auch für den SLAPRING®, das Lehrheftchen und die CD nimmt Gerd Reese (...) entgegen.

Bass Professor 1/98

Gerd Reese

Interview aus dem Bassprofessor, Musikmesse Frankfurt 4/99

Der beflügelte Daumen - oder: Was macht eigentlich Gerd Reese? Jener Erfinder des berühmt-berüchtigten SLAPRING®, den wir in Ausgabe 3/97 vorgestellt haben? Wir trafen den Meister (natürlich) mit dem Stück Metall am Daumen zum "Blitzinterview" auf der Musik Messe Frankfurt im Frühjahr.

BP: Hallo Gerd! Stehst du den ganzen Tag hier auf der Messe an deinem Stand und führst den Leuten deinen SLAPRING® vor?

GR: Ja, ich spiele mir hier den ganzen Tag die Finger wund! Aber nur die der linken Hand natürlich, denn mein Daumen ist ja gut geschützt...(lacht). Ich könnte ja sonst wohl kaum acht Stunden auf der Messe stehen und wie wild auf dem Bass herumdreschen! Aber der Einsatz lohnt sich, denn nur so können interessierte Bassleute sehen, wie man mit dem SLAPRING® umgeht.

BP: Die Technik ist inzwischen ja schon etwas bekannt, aber vielleicht könntest du trotzdem noch einmal in aller Schnelle erklären, wie man den SLAPRING® einsetzt.

GR: Der SLAPRING® wird über den Daumen gezogen, mit dem die Saiten angeschlagen werden. Das Neue an dieser Technik ist, daß man sowohl von oben als auch von unten anschlägt, einfach nur durch Auf- und Abwärtsbewegungen. Auf diese Weise erhält man etwa straighte Achtel- oder Sechzehntelfiguren. Wenn man diesen dann noch die herkömmlichen Pops hinzufügt, erhält man zum Beispiel diese superschnellen Figuren aus Sechzehnteltriolen, die ich hier den ganzen Tag von mir gebe...

BP: Wie viele SLAPRINGs® hast du denn bisher verkauft?

GR: Eine ganze Menge...

BP: Wie viele waren es genau?

GR: Er hat sich wirklich sehr gut verkauft.

BP: Slapst du eigentlich nur noch mit deinem "Daumenflügel"?

GR: Je nach Einsatz. Da man mich auch für Studioeinsätze buchen kann, stecke ich mir je nach Bedarf den SLAPRING® auf den Daumen oder auch nicht. Kürzlich bot sich mir die Chance, den Soundtrack eines Films einzuspielen. Da habe ich mich für den Einsatz des SLAPRINGs® entschieden, denn er klingt eine ganze Spur schärfer als der "normale" Daumen. Auch für Scratch-Effekte kam er natürlich super, ebenso wie für perkussive Nummern. Entstanden ist der Soundtrack im Impuls-Studio in Münster. Der Film heißt übrigens "Teeth" und ist von Björn Redemann. Wer diesen Produzenten kennt, wird sofort wissen, daß es sich hierbei um einen echten Horrorfilm handelt, bei dem viel Blut fließt...

BP: Hat Mark King den Ring eigentlich mal ausprobiert?

GR: Das wäre mir neu! Aber ich hätte natürlich Interesse daran, daß er ihn mal testen würde...

BP: Du gibst ja auch viel Unterricht. Wenn Schüler von dir den SLAPRING® ausprobieren, bleiben sie dann dabei?

GR: Das kommt natürlich ganz auf den Schüler an. Aber ich kenne einige Jungs, die den Ring besonders gern im Bandgeschehen einsetzen, weil er sich dort aufgrund seines harten Tons sehr gut durchsetzt.

BP: Was muß man zur Zeit für einen SLAPRING® berappen?

GR: Der Preis liegt momentan bei DM 20,- inklusive eines kleinen Lehrbuches. Mit Video und CD kostet das Set zur Zeit DM zirka 70,- DM. Übrigens sind wir demnächst im Internet vertreten! Dort können sich Interessierte einen ersten Eindruck vom SLAPRING® machen und/oder mich per E-Mail kontakten.

BP: Ist es wahr, daß du demnächst deinen sündhaft teuren und höchst erlesenen Alembic-Bass an den Nagel hängen wirst, um dich voll und ganz auf die deutschen Miller-Bässe zu konzentrieren?

GR: Das ist wahr! Diese Bässe sind einfach klasse. Hier auf der Musik Messe ist der Deal zustandegekommen. Ich habe bei den Jungs von Miller einfach ein paar Bässe ausprobiert und war schlichtweg begeistert. Der Klangcharakter und die Ansprache waren dem Alembic so ebenbürtig, daß ich diesen jetzt sogar verkaufe! Jetzt spiele ich ausschließlich auf einem Miller-Headless. Und nächstes Jahr spiele ich die Miller-Bässe auf der Showbühne in Halle 9.3 - und natürlich live am eigenen Stand!

BP: Was gibt es sonst noch Interessantes vom SLAPRING® zu berichten?

GR: Zum Beispiel die Tatsache, daß sich erstaunlicherweise auch immer mehr Gitarristen mit ihm anfreunden - das ist schon komisch. Übrigens habe ich noch eine Bitte an die Leser des Bass Professor. Ich bin auf der Musik Messe hin und wieder von Videokameras gefilmt worden. Vielleicht ist jemand ja so nett und schickt mir ein Tape mit der Aufnahme - ich würde mich riesig drüber freuen und natürlich für die Kosten aufkommen!

BP: Und wir bedanken uns für das Gespräch und drücken die Daumen, daß sich jemand meldet!

GR: Macht´s gut! Viel Spaß noch!

Bass Professor 4/99


 
 
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